FreeWave vs NewWave
FW 85 vs NW 83 – Lanzarote, Russel & Team
Wie du wahrscheinlich schon gemerkt hast, haben wir diese Rubrik ein wenig aufgemotzt: Ab sofort bekommst du neben dem Feedback zu den neuen Fanatic Boards auch einen direkten Vergleich ähnlicher Bretter, der dir die Qual der Wahl erleichtern soll. Wir suchen zwei Modelle aus, die auf den ersten Blick zwar ähnlich zu sein scheinen, letztendlich aber doch ganz unterschiedliche Eigenschaften haben und auf dem Wasser ein ganz und gar anderes Fahrverhalten zeigen.
Diesen Monat zeigen wir dir die Ergebnisse, die Tests in unserem Versuchslabor FBC Lanzarote ergeben haben - Leute, ihr habt echt eine schwere Zeit auf der Insel…! Gegeneinander angetreten sind der FreeWave 85 und der NewWave 83.
FreeWave 85 (FW 85): Abreiten kleinerer Wellen, Springen, (ALLE) Manöver und Carven
NewWave 83 (NW 83): Pures Wave Riding von Wellen jeder Art und Größe, Springen
Testbedingungen: Alle möglichen Bedingungen; von Kabbelwasser und kleinen Wellen bis hin zu brechenden Wellen zwischen 0,5-2 Metern. Wind zwischen 14 und 30 Knoten.
Segelgrößen während des Tests: 4.5 bis 5.3
Wahnsinn!! Wie können 2 Bretter, deren Volumen sich nur um 2 Liter unterscheidet, so unterschiedlich sein?

TAG 1:
Bei der ersten Session mit dem NW 83 und dem FW 85 hatte ich nicht genügend Druck im Segel. Es war einer dieser typischen Tage, an denen ich am liebsten nach La Pluga surfe und dort ein bisschen trickse. Gleitend Höhelaufen war ziemlich schwierig und die Wellen konnte ich wirklich nur surfen, nichts anderes.
Das erste worauf ich geachtet habe, war die Stabilität. Was das betrifft, ist der FreeWave 85 ein einfaches Brett und er bleibt selbst bei „Stop & Go“ stabil. Nur wenn man früh angleiten will, braucht man etwas mehr Power um in die Schlaufen zu kommen.
Der NW 83 ist das genaue Gegenteil: Man braucht viel mehr Erfahrung um die Balance zu halten. Jetzt weiß ich auch warum Gollito bei wenig Wind so gut mit dem FreeWave klar kommt.
Der NW 83 machte mir den Eindruck, dass er technisch viel verlangt, eher aggressiv ist und eine harte Hand braucht. Um ihn richtig testen zu können, hätten wir ordentlich Wind gebraucht. So hat bei diesem Testabschnitt der FW 85 gewonnen – allerdings haben wir den NW 83 auch gar nicht wirklich ausprobiert, weil der Wind eben zu schwach war.
Der FW 85 gleitet unglaublich früh an, fährt sich total entspannt und läuft wie von selbst Höhe. Aber wird er auch in der Welle überzeugen?

An diesem Tag hatten die Wellen wenig Power und waren nicht wirklich clean. Perfekte Bedingungen für den FW!! Es dreht so einfach und im Weißwasser kann man richtig viel Spaß mit ihm haben. Bei solchen Bedingungen gehe ich normalerweise mit einem größeren Brett raus – jetzt wo ich den FreeWave ausprobiert habe, fällt mir die Wahl allerdings deutlich schwerer!
TAG 2:
Der perfekte Test-Tag für den New Wave 83! Dieses Board liebt Power!!! Ich war mit dem 2010er 4.7 Combat draußen und ordentlich angeknallt, um nicht zu sagen überpowert.

Das Board fährt sich wirklich smooth und gibt gerne richtig Gas. Springen ist leicht und trotzdem einfach zu kontrollieren – und man fliegt ziemlich hoch... Also war klar, dass auch die Halse einfach werden würde.
Ich konnte es kaum abwarten, die erste Welle zu kriegen. Dieses Brett kennt nichts anderes als Power, was es auch gerne in den Bottom Turns zeigt. Super smooth und unglaublich schnell! Das Board ist verrückt danach, Kanten zu wechseln und bringt dir so den Ride deines Lebens! Auch wenn es ziemlich benutzerfreundlich ist, tendiert es im Vergleich zum FreeWave eher dazu, abrupt langsam zu werden wenn man zu sehr vom Gas geht.
Dadurch, dass er etwas größer ist, konnte ich mit dem FW 85 ein kleineres Segel benutzen. Wenn man gerade versucht in der Welle besser zu werden oder neue Tricks ausprobiert, ist ein kleineres Segel natürlich von Vorteil.
Insgesamt ist der FW 85 viel einfacher zu fahren als der NW 83 und ermöglicht softere Rides. In den Wellen, die wir hier auf Lanzarote gerade haben (1-2m und damit eher klein), kann ich mit ihm super enge Turns beim Abreiten machen und wie ich schon vorher gesagt habe, finde ich genial wie er slidet.
Letztendlich kann man mit beiden Brettern wirklich Spaß haben und beide bringen eine gute Performance. Der FreeWave 85 eignet sich für Spots an denen es nicht so große bzw. kraftvolle Wellen gibt, und für Leute, die keine „Pros“ sind. Er ist ein super Spielzeug für jegliche Tricks und funktioniert auch in Flachwasser. Komischerweise fühlt er sich stabil und nervös zugleich an – wie auch immer, für Bedingungen, wie wir sie hier auf Lanzarote haben, ist er mein Favorit.

Der NewWave 83 ist ein Brett, das mit jeder Art und Größe von Wellen problemlos zurechtkommt. Es ist zwar technisch anspruchsvoller, fährt sich aber auch um einiges radikaler und ist beim Springen der absolute Knaller. Also definitiv eine gute Wahl an größeren Tagen, dann vor allem in seiner kleineren Ausführung (76L)… Hmm, der muss dringend noch getestet werden!
Wir sehen uns auf dem Wasser!



PS 1: Vielen Dank an Russel und das ganze FBC Lanzarote Team dafür, dass ihr so viele harte Stunden auf dem Wasser verbracht habt – wir hassen euch!
PS 2: Wir sehen uns bald beim Fanatic Pro Camp mit Tom & Yoli im Juni!
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Review By:
Name : Russell Groves
Job : SUP
Nationality : Englisch
Languages : Englisch, Spanisch
News & More
Name : Bruno, Jean-Seb & Russell,
Aktuelle Station : Head Office.
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