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the boarders center

Reiseinfo

  • AMTSSPRACHE – griechisch.
  • HAUPTSTADT – Kos.
  • GRÖßE – 295 km².
  • EINWOHNERZAHL – 30,000.
  • EINREISEBEDINGUNGEN – bitte erkundige Dich rechtzeitig beim zuständigen Konsulat oder der Botschaft in Deinem Land über die Einreise-/Visabestimmungen für Deine Destination.
  • SPRACHE – die Amtssprache ist Griechisch. Die meisten Hotel- und Restaurantangestellten sprechen englisch und deutsch.
  • ZEITUNTERSCHIED – MEZ +1 Stunde.
  • STROM – 220 Volt.
  • TELEFON – Die Landesvorwahl für Griechenland ist 0030, für Kos 22420.
  • KLIMA/KLEIDUNG – Mediterranes Klima. Der Meltemi kann kühl sein, packe deshalb einen Pulli ein.
  • GESUNDHEITSBESTIMMUNGEN– Keine Impfungen erforderlich.
  • TRANSPORT – Der Transport vom Flughafen nach Kos dauert etwa 40 Minuten.
  • MIETWAGEN & TRANSPORT – sehr guter Bus-Service. Mietwagen kostet ca. € 40,- am Tag.
  • WÄHRUNG/ZAHLUNGSWEISE - € Euro
TRAVEL REPORT 2017
Meine erste Inforeise für FANATIC-The Boarders Center führte mich auf die wunderschöne Dodekanes-Insel Kos. Zunächst nur als Kurzbesuch für ein Wochenende geplant, wurde es letztendlich ein spannender einwöchiger Kitetrip, bei dem ich viele passionierte Wassersportler und vor allen Dingen sehr lieb Menschen kennengelernt habe, von den ich hoffe sie bald wiederzusehen.
Am Flughafen wurde ich bereits von Spiros, dem Besitzer von FBC-Kos (wo ich die meiste Zeit meines Aufenthaltes verbringen sollte), erwartet.
Bereits auf der Fahrt vom Flughafen nach Psalidi strömte mir der Duft von verschiedensten mediterranen Pflanzen und Kräutern, die überall auf der Insel wachsen, in die Nase und die in allen Farben blühenden riesigen Oleanderbüsche rechts und links der Straße boten einen beeindruckenden Anblick.
Bevor Spiros mich bei meiner ersten Unterkunft für diese Woche ablieferte, machten wir noch einen kleinen Umweg über den Kitespot zur Windsurfstation. Vor dem Center saß noch das ganze Team zusammen und ließ den Tag und seine Ereignisse noch einmal Revue passieren. Ich wurde gleich in die Runde integriert und ich fühlte mich sofort willkommen, auch wenn es noch ein oder zwei Tage dauerte bis ich mir jeden einzelnen Namen merken konnte. Bei einem kalten Bier, netten Gesprächen und direktem Blick aufs Meer waren die Reisestrapazen schnell vergessen und die Vorfreude auf die kommende Woche setzte ein.
Ich wurde eingeladen die ersten Tage meines Aufenthaltes in der Apartmentanlage „Andromeda“ zu verbringen. Die kürzliche renovierten Studios und Apartments sind mit allem ausgestattet was man braucht, wenn man kein Fan von ständigen Restaurantbesuchen und All Inclusive Hotels ist. Die ganze Anlage ist super gepflegt und sehr grün. Das „Highlight“ ist aber wohl die große Terrasse von der man direkt auf die Meerenge, die Griechenland und die Türkei hier trennt, blicken kann, während man sein reichhaltiges Frühstück am Morgen genießt. Viele der Speisen auf dem kleinen Frühstück-Buffet sind hausgemacht und besonders die verschiedenen Fruchtmarmeladen und typisch griechischen Blätterteigteilchen sollte man während seine Aufenthaltes mindestens einmal probiert haben!
Nach meinem Aufenthalt im Andromeda zog ich um zu Marlies in die „Seagull Apartments“. Marlies kam vor vielen Jahren auf die Insel, nachdem sie während eines Urlaubs auf Kos ihren heutigen Ehemann kennenlernte. Gemeinsam mit ihm führt sie die kleine und beschauliche Anlage. Im Vergleich zu den Apartments im Andromeda sind die Zimmer, manche würden sagen, „einfacher“ ich würde es eher gemütlicher nennen ausgestattet. Nichtsdestotrotz findet man auch hier alles was man braucht! Wenn dem mal nicht so sein sollte, dann ist Marlies immer zur Stelle, hat auch für alle sonstigen Fragen immer eine Antwort parat und gibt einem gerne ein paar Insidertips mit deren Hilfe sich Kos auch abseits der Touristenpfade erkunden lässt. Die meisten Gäste des Segull frühstücken um die selbe Zeit und so lernt man seine „Mitreisenden“ ziemlich schnell bei einem gemeinsamen morgentlichen Kaffee auf der wunderschönen, von Weinreben umrankten, Terrasse kennen. Da man viele von ihnen später am Wind- oder Kitesurfspot wiedertrifft herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre im Seagull, die auch einem Allreinreisenden schnell ein gewisses Zugehörigkeitsgefühl vermittelt.
Wie ich vorher schon erwähnt habe, verbrachte ich in dieser Woche die meiste Zeit am FBC Center. Genauer gesagt am Kitespot, der nicht weit vom Hauptcenter und den Windsurfern, in einem kleinen Naturschutzgebiet gelegen ist. Aufgrund dessen gibt es dort im Vergleich zum Hauptcenter, das sich vor dem Natura Park Hotel befindet, keine große Infrastruktur. Der Strand in dieser Gegend bietet zwar nicht gerade die idealen Bedingungen für alle Sonnenanbeter, die den Sand zwischen ihren Zehen spüren möchten (es gibt nämlich so gut wie keinen), dafür herrschen sehr gute Bedingungen für alle Wassersportbegeisterten. Es gibt nicht viele “andere” Menschen in der Nähe und so hat man unglaublich viel Platz, um den super Wind, der hier durch den Kanal zwischen Griechenland und der Türkei bläst, in vollen Zügen auszunutzen. Genau diese Meerenge ist nämlich dafür verantwortlich, dass Psalidi, der Ort auf Kos ist, der die höchste Windsicherheit aufweisen kann.

Wenn ich nicht gerade die Hotels in der näheren Umgebung besichtigte oder die Insel mit meinem kleinen Mietwagen erkundete, hatte ich Kiteunterricht mit Daniel, einem der drei Kitelehrer vor Ort. Ich gehöre immer noch zu den Anfängern, wenn auch nicht blutiger, und hatte bis dato nur ein paar Kitestunden in einer wunderschönen Flachwasserlagune in Ägypten. Ich sollte schnell merken, dass doch einige Unterschiede zwischen dem Training in einem großen Stehrevier und der Schulung an einem Spot wie in Psalidi herrschen, wo das Stehrevier nach ein paar Schritten aufhört. Anfangs hatte ich so meine Schwierigkeiten in dem tiefen und etwas kabbeligen Wasser. Daniel ist aber ein super und vor allen Dingen geduldiger Lehrer und so dauerte es nicht lange bis ich mich wohl im kühlen Nass (ja leider bin ich immer noch mehr im als auf dem Wasser anzutreffen) fühlte. Mit Daniels Hilfe wurde ich von Mal zu Mal besser und wenn ich im Nachhinein darüber nachdenke bin ich wirklich froh, dass ich auch mal an einem Spot wie auf Kos üben konnte. In einem Stehrevier ist es zwar natürlich gerade am Anfang einfach schnell Fortschritte zu machen, aber im tiefen und etwas welligen Wasser lernt man dann doch mehr bezüglich Kitekontrolle und Koordination als in einer seeähnlichen Lagune.
Wie oben schon erwähnt machte ich die Insel zwischendurch auch mit meinem kleinen VW Up unsicher und entdeckte dabei beeindruckende historische Stätten und wunderschöne einsame Strände, die es, Gott sei Dank, auf Kos trotz der zahlreichen Touristen aus der ganzen Welt immer noch gibt!
Einen Nachmittag unternahm ich außerdem eine SUP Tour mit dem Team des Windsurfcenters und einigen anderen Gästen zu den nahen Thermalquellen. Was als entspannter Downwinder beginnen sollte wurde dann doch leicht anstrengend als wir auf einmal anstatt mit dem Wind, gegen den Wind paddeln mussten. Die heißen Pools am Ende und die beeindruckende Aussicht während der Tour entschädigten aber in jedem Fall für die Strapazen! Einzig und alleine auf meinen Flipper, den ich zu gerne gesehen hätte, musste ich verzichten. An diesem Tag waren wohl einfach zu viele Boote und Schiffe auf dem Wasser unterwegs und so hat sich leider kein Delfin sehen lassen.
Ein oder zwei Abende verbrachte ich in der wunderschönen Altstadt von Kos-Stadt, die vor allen Dingen durch den großen Hafenbereich, die vielen kleinen Geschäfte und unzähligen netten Restaurants besticht. Ich hätte gut und gerne jeden Abend dort verbringen, durch die Gassen schlendern und Leute beobachten können, wenn ich nicht so oft erschöpft vom Training ziemlich früh ins Bett gefallen wäre.
Einen Abend organisierte das Team von FBC-Kos zudem einen super Grillabend für alle Freunde und Gäste des Centers. Wir wurden mit einem köstlichen Mix aus verschiedenen von der griechischen und türkischen Kultur beeinflussten Gerichten verköstigt und bei vielen netten Gesprächen verging die Zeit wie im Flug.
Die Zeit verflog nur so und so war meine Woche in Griechenland schneller vorbei als mir lieb war - auch wenn die Aussichten auf ein bisschen kaltes deutsches Wetter nach einer zwischenzeitlichen Hitzewelle von bis zu 45 Grad doch recht ansprechend war. Gott sei Dank kam es einem am Strand dank des konstanten Winds nie so heiß vor!
Allem in allem kann ich Kos für alle Wind- und Kitesurfer empfehlen, die mit dem Sport beginnen oder sich an etwas anspruchsvolleres Terrain heranwagen wollen und zudem noch ein Faible für gutes Essen, schöne Strände und vielleicht auch etwas Kultur haben. Was mich betrifft bin ich sehr froh, dass mich meine erste Inforeise für FBC hierher geführt hat und ich hoffe, dass ich schon bald wieder die Gelegenheit haben werde auf diese wunderschöne kleine (aber feine) griechische Insel zurückzukehren.

ION